| Olon hat folgendes geschrieben:
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Eine Theorie besagt, dass immunologische Prozesse bei der Entstehung der Schizophrenie eine große Rolle spielen. Mit dem Antibiotikum Minocyclin kann man die Immunzellen im Gehirn hemmen. Diese Studie dürfte dich interessieren:
http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/19895780
Im englischsprachigen Forum hat sich auch bereits jemand gemeldet, der eine Minocyclin-Monotherapie in der Prodromalphase bekommt und recht zufrieden damit ist.
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Das mit dem Minocyclin ist wirklich sehr hilfreich, vielen Dank!
| Maximilianus hat folgendes geschrieben:
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Es gibt sogar Thesen, von doch primär Neuroleptika kritischen Stellen, die Aussagen das die Negativ-Symtomatik erst durch Neuroleptika entsteht und sich hierbei auf verschiedenste aktuelle Studien, meist nach 2000, stützt.
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Studien über sekundäre Negativsymptome durch Neuroleptika sind mir bekannt.
| Maximilianus hat folgendes geschrieben:
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Gerade auch von einer Polypharmazie sollte in Bezug auf die aktuellen medizinischen Studien bzw. Richtlinien meistens abgeraten werden.
Ich selber kann an dieser Stelle sagen, dass ich Anfang Juni akut psychotisch in die geschützte Psychiatrie einer Uniklinik kam und unter Behandlung mit einem Tranquilizer zwar stark gedämpft wurde, aber geistig noch so fit war, dass ich einen Mitpatienten auf der geschützten noch Mathematik beigebracht habe.
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Ich habe (noch) das große Glück weder unter positiven, noch kognitiven Symptomen zu leiden, wenn man von der Konzentrationsschwäche, die wohl eher die Folge meines generellen Desinteresses an allem zu sein scheint, einmal absieht.
| Maximilianus hat folgendes geschrieben:
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Wenn ich heute, schreibe gerade an meinen Jahresrückblick, darüber nachdenke, dann fältt mir erlich gesagt auch auf, dass meine kognitive Leistungsfähigkeit und meine sozialen Beziehungen erst unter der Einnahme des atypika Risperidon deutlich nachließ, verbunden mit anderen entstandenen Nebenwirkungen. Von diesen merkte ich einige die schnell verschwanden und welche unter den ich heute noch leide.
Ich muss jedoch sagen, auch wenn ich inzwischen den Neuroleptika was voreingenommen gegenüber stehe, weil sie meinen Recherchen nach unabsehbar Nebenwirkungen haben welche zum Teil alles andere als harmlos sein können, auch wenn man darüber von keinen Arzt geschweige denn Psychiater informiert wird, so haben sie mich doch aus meiner psychotischen Phase heraus geholt.
Allerdings glaube ich, dass das auch ohne Neuroleptika geklappt hätte, weil ich allein schon durch die beruhigende Wirkung der Tranquilizer wieder in die Realität kam.
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Risperidon wäre auch bei mir laut Psychiater die zweite Wahl gewachsen.
| Maximilianus hat folgendes geschrieben:
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Was ich hier also zusammenfassend sagen will ist, sei vorsichtig mit dem Neuroleptika und überlege dir erstmal ob du die wiklich brauchst, denn wie Dolchstoß schon sagte sind vor allem Sport und eine geregelte Tagesstruktur enorm wichtig um wieder halbwegs in die Bahn zu kommen, auch oder gerade ohne Neuroleptika.
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Die kurzfristige Wirksamkeit von Sport kann ich aus eigener Erfahrung bestätigen.
| Maximilianus hat folgendes geschrieben:
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Ich für meinen Teil,zwischenzeitlich auf Abilify um dosiert, nehme inzischen gar keine Neuroleptika mehr, was ich dir jedoch nicht empfehlen will weil du so auch das Risiko verstärkst wieder psychotisch zu werden und komme damit doch besser als je zuvor zurecht. Ich habe inzwischen wieder eine halbwegs geregelte Tagesstruktur und auch wieder ein wenig interesse an Fußball, sowie ein unbändiges Interesse an Neurologie. Da ich inzischen also kognitiv wieder einigermaßen in der Bahn bin probiere ich auch wieder die Semester mit der Uni fortzufahren und habe mir vorgenommen nächstes Jahr zum Ende des Wintersemeste zwar nur eine Klausur zu schreiben, diese aber dann auch zu bestehen damit ich zum Sommer wieder komplett ins Studium einsteigen kann. Sozial bin ich leider immer noch was zurückgezogen auch wenn ich ein starkes Familien gefüge habe.
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Positivsymptome waren und sind bei mir wie gesagt nie ein Thema, so dass ich zum Glück nicht auf eine Rezidivprophylaxe angewiesen bin.
| Maximilianus hat folgendes geschrieben:
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Also... mach dir am besten weiter, bevor du, wie ich zuerst auch, dich nur auf die Meinung von Psychiatern verlässt, immer erst dein eigenes Bild zur gegeben Problemen und wie man sie am besten lösen kann.
Dafür wünsch ich dir gute Besserung bei deiner Negativ-Symptomatik und schick dir hier mal diesen Link, welchen ich selber auch hier im Forum gefunden habe und sehr interessant fand.
http://www.bgt-ev.de/fileadmin/Mediendatenbank/Themen/Psychopharmakadebatte/Aderhold_Neuroleptika_update.pdf
Gruß und schöne Adventszeit:
Maximilianus
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Vielen Dank, auch dir eine gute Besserung!
| Trajan hat folgendes geschrieben:
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Nun ja, Amisulprid ist weder ein 5-HT2C-Antagonist noch ein H1-Antagonist. Eine mögliche Gewichtszunahme ist darauf also nicht zurück zu führen. Es ist wohl so, dass sich das Gewicht nach einer Psychose und während der Einnahme von Amisulprid erstmal normalisiert. Wenn jemand allerdings mehr zunimmt als er vor der Psychose gewogen hat, dann liegt das wohl an Bewegungsarmut, die durch die Antriebslosogkeit verursacht wird.
Ich selbst hab unter Amisulprid auch zugenommen, aber das liegt wohl eher daran, dass ich nach der Psychose zu einem faulen Hedonisten geworden bin. Vor ein paar Wochen habe ich das geändert und flugs hab ich innerhalb von 2 Wochen 4 Kilo abgenommen.
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Wenn die Gewichtszunahme durch neuroleptikainduzierte, sekundäre Negativsymptome verursacht wird, ist Amisulprid ja trotzdem der "Übeltäter", auch wenn sich diese Nebenwirkung nicht unmittelbar aus seinem pharmakokinetischen Profil erklärt.
| Alderamin hat folgendes geschrieben:
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Irgendeine Idee, wie man einen überlaufenen Provinzpsychiater, der nicht den bestinformiertesten Eindruck macht, dazu bewegen kann, es zu verschreiben?
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| Trajan hat folgendes geschrieben:
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Darf ich fragen, was du für Medikamente nimmst?
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3 mg Risperidon und 40 mg Citalopram.
| Trajan hat folgendes geschrieben:
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Ist jetzt nur die Frage, ob sich dein Gedächntis erst unter der Medikation verschlechtert hat oder ob es schon vorher schlecht war.
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Tja, das läßt sich leider nicht nachvollziehen, da die Gedächtnisstörung erstmals im Berentungsverfahren durch den nervenärztlichen Gutachter nach einem ausführlichen Test diagnostiziert wurde. Laut meiner ärztlichen Psychotherapeutin soll es eine direkte Folge der Krankheit sein, die sich mit der Zeit wieder legt.
| Alderamin hat folgendes geschrieben:
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Seit wann nimmst du denn diese Medikamente und wann war dein Berentungsverfahren?
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Risperidon nehme ich seit Anfang Februar 2011 und Citalopram seit Mitte März 2011. Die Untersuchung des Gutachters der Rentenversicherung war am 11.11.11 (kein Scherz!).
| Alderamin hat folgendes geschrieben:
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Hast du jetzt im Rückblick den Eindruck, deine Gedächtnisleistungen hätten sich mit den Medikamenten irgendwie verändert (verbessert oder verschlechtert)?
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Ich denke die Gedächtnisleistungen sind gleich geblieben. Verbesserung hat sich auf keinen Fall eingestellt.
| Alderamin hat folgendes geschrieben:
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Schon in niedrigen Dosen (2mg/Tag) wirkt offenbar N-Methylglycin, ein Antagonist am Glycin Transporter 1, auf schizophrene Symptome und den psychiatrischen Allgemeinzustand [5].
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| counselor hat folgendes geschrieben:
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Ich denke die Gedächtnisleistungen sind gleich geblieben. Verbesserung hat sich auf keinen Fall eingestellt.
Jedenfalls sollten Psychotiker ihre Gedächtnisleistung testen lassen.
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Dann sind es bei dir wohl primäre, kognitive Symptome.
| Olon hat folgendes geschrieben:
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Gemeint ist 2 g. Ich habe eine Zeit lang 6 g pro Tag genommen. Ganz gut verstärken kann man die Wirkung mit Trazodon, die Kombination aus den beiden kann ich mir auch vorstellen bei primärer Negativsymptomatik, ist aber eher symptomatisch und weniger kausal als Minocyclin. Ich persönlich nehme jetzt Acetyl-L-Carnitin gegen meine kognitiven und negativen Symptome. Das Zeug fördert aber auch etwas die Dopaminausschüttung, und bei einer Monotherapie kämst du womöglich vom Regen in die Traufe.
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Pardon, ein Übertragungsfehler meinerseits, im Artikel steht ja auch 2 Gramm.
| Trajan hat folgendes geschrieben:
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"Das Zeug fördert aber auch etwas die Dopaminausschüttung, und bei einer Monotherapie kämst du womöglich vom Regen in die Traufe."
Das kann ich übrigens bestätigen: Mit Acetylcarnitin hatte ich schwache Positivsymptomatik, ohne hab ich keine mehr. Da sollte man also vorsichtig sein.
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Darf ich fragen, welche Tagesdosis Carnitin und welche Antipsychotika du in welcher Dosis parallel genommen hast?
| Alderamin hat folgendes geschrieben:
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Acetyl-L-Carnitin moduliert anscheinend die Zahl der NMDA-Rezeptoren in verschiedenen Hirnregionen [5], ist aber leider noch teurer als Glycin.
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Die Synthese von Glycin scheint aber ziemlich einfach zu sein. Man braucht Natriumhydroxid, Ammoniak und Monochloressigsäure und erhält daraus Glycin, Wasser und Kochsalz. Ammoniak und Natriumhydroxid sind Allerweltschemikalien und dürften auch nicht besonders teuer sein. Die Frage ist daher, was Monochloressigsäure kostet?
| Ronja hat folgendes geschrieben:
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Ich habe ja eben mit Minimaldosis Abilify (5mg) einen Rückfall verhindern können und nehme jetzt halt jeden 3. Tag eine solche Pille. Wenn es so glatt weiterläuft, lohnen sich die Medikamente, denn Negativsymptome habe ich mit dieser Dosis keine!
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Ich nehme jeden Morgen 5mg Abilify als Monotherapie gerade gegen die Negativsymptomatik (und angeblich zur Psychoseprävention in der Prodromalphase), habe aber nach sieben Wochen immer noch Schlafstörungen und ein diffuses Schwächegefühl, ohne irgendeine Verbesserung zu bemerken.
| Olon hat folgendes geschrieben:
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Was die Epigenetik betrifft, herrscht bei der Schizophrenie eine Hypermethylierung und eine Chromatinverdichtung. Weitere Steigerung der DNA-Methylierung bei einer Schizophrenie gilt als schädlich. ALCAR bewirkt durch Acetylierung von Histonen eine Verringerung der Chromatinverdichtung, sollte epigenetisch betrachtet also sinnvoller sein.
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Ehrlich gesagt bin ich umso verwirrter, je mehr ich darüber lese.
| Alderamin hat folgendes geschrieben:
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Ja, einen negativen!
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Danke! Ich bin nämlich von beidem betroffen.
| Olon hat folgendes geschrieben:
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Anscheinend hat der "normale" Ginseng auch eine gewisse hemmende Wirkung auf Mikorglia. Ebenso das Helmkraut (Scutellaria), das von homöopathischen Arzneimittelfirmen auch unpotenziert erhältlich ist ("Urtinktur"). Wäre schon interessant, zu sehen, was man damit (evtl. auch in Kombination) erreichen kann.
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Gibt es auf diesem Gebiet schon irgendwelche Forschungsergebnisse?
| Trajan hat folgendes geschrieben:
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Was soll so ein Histon-Deacetylase-Hemmer eigentlich genau bringen?
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| Olon hat folgendes geschrieben:
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Meine persönliche Empfehlung für primäre Negativsymptomatik/ Prodromalphase/ klassische Schizophrenia simplex wäre Glycin/ Sarkosin plus Trazodon/ Risperidon (in einer Dosis, in der es primär 5-ht2a-Rezeptoren blockiert, 0,5-1 mg) plus Curcumin.
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Vorsicht mit einer so niedrigen Risperidon-Dosierung. Meine Psychiaterin hat mir von schlechten Erfahrungen beim Reduzieren von 3 mg auf 2 mg berichtet (Rückfälle in die Psychose) und zudem sei Risperidon bei einer Dosis unter 2 mg erwiesenermaßen nicht mehr antipsychotisch wirksam.
| Olon hat folgendes geschrieben:
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Mein Krankheitsverlauf viel zu weit entfernt vom Üblichen, eigentlich ist Schizophrenie bei mir eher eine Verlegenheitsdiagnose. Ich denke, bei mir liegt primär eine ziemlich grobe Imbalance in der Neurotransmitter-Ausschüttung vor, der mit schizophreniespezifischen Lösungen alleine gar nicht beizukommen ist, und die Schizophrenie (wenn man es denn so nennen will) sitzt da irgendwie oben drauf.
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Ich kenne dieses Problem auch, wobei ich ja selber noch nicht einmal eine F2X.X Diagnose habe.
| Alderamin hat folgendes geschrieben:
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Bei mir ist es jetzt im Rückblick so, dass, als ich so etwa 11 1/2 Jahre alt war, allmählich und kontinuierlich meine sämtlichen Interessen zu schwinden begannen, weil sich einfach keine angenehmen Gefühle mehr einstellten, und etwas zeitversetzt dann auch die Motivation.
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Dann befindest du dich wohl in einem Teufelskreis. Deine erniedrigte Emotionalität führt dazu, dass du betreffend positiver Aktivität eine niedrige Erwartung von Freude hast, dh du läßt mögliche Aktivitäten gleich sein (= mangelnde Initiative bzw. Antrieb), entsprechend empfindest du dann auch keine Freude, was wieder zu erniedrigter Emotionalität führt usw.
| Neuromancer hat folgendes geschrieben:
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Olon, welche Hauptwirkung kannst du bei dir von Lamotrigin beschreiben?
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| Maximilianus hat folgendes geschrieben:
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Olanzapin, Ondansetron und auch an Mirtazapin helfen also gegen Negativsymptomatiken,aber was ist mit Abilify?
Ich habe jetzt schon des öfteren gehört, dass das das "modernste" Neuroleptikum in Bezug auf seine Wirkung sein sollte und dann ja wohl auch in Bezug auf die Negativsymptomatik oder hab ich da was falsch verstanden?
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Die Besonderheit liegt nach bisherigen Erkenntnissen bloß in seiner Pharmakokinetik, weil es im Gegensatz zu den anderen Neuroleptika nur ein partialer Antagonist an D2 und 5-HT 1A ist.
| counselor hat folgendes geschrieben:
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Dann befindest du dich wohl in einem Teufelskreis. Deine erniedrigte Emotionalität führt dazu, dass du betreffend positiver Aktivität eine niedrige Erwartung von Freude hast, dh du läßt mögliche Aktivitäten gleich sein (= mangelnde Initiative bzw. Antrieb), entsprechend empfindest du dann auch keine Freude, was wieder zu erniedrigter Emotionalität führt usw.
Solche Teufelskreise sind typisch und halten die Negativsymptomatik aufrecht. Du mußt das durchbrechen, also den Teufelskreis erniedrigter Emotionalität und Abwertung von positiven Aktivitäten, was schwierig ist.
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Verzeih die späte Antwort, ich habe den Beitrag gerade erst bewusst entdeckt.
| Alderamin hat folgendes geschrieben:
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Gleichzeitig illustriert dein Beitrag sehr schön meine Kritik an dem verhaltenstherapeutischen Paradigma: Man versucht den Karren vor den Esel zu spannen und setzt den Behandlungserfolg dem Behandlungsprozess selber voraus.
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Ändert aber auch nix daran, dass die Verhaltenstherapie bei mir und etlichen anderen wirkt. Du scheinst die Ausnahme zu sein.
| counselor hat folgendes geschrieben:
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Naja, es gibt bei jeder Therapie einen gewissen Prozentsatz Abbrecher und Non-Responder. Das ist völlig normal.
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Das Problem ist nur, dass er in diesem Fall recht hoch zu sein scheint, wobei eine mangelhafte Response ja in der Regel die Ursache und nicht die Folge des Abbruchs oder der Non-Compliance sein dürfte.
| Alderamin hat folgendes geschrieben:
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Das Problem ist nur, dass er in diesem Fall recht hoch zu sein scheint, wobei eine mangelhafte Response ja in der Regel die Ursache und nicht die Folge des Abbruchs oder der Non-Compliance sein dürfte.
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Dein Problem ist, dass du von gerade mal drei Einzelfällen auf das Ganze zu schließen versuchst. Das ist wissenschaftlich nicht zulässig. In Großbritannien wurden mehrere Studien über die Kognitive Verhaltenstherapie durchgeführt und es gibt mehrere Metaanalysen, die insgesamt zu einer
| Zitat:
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Die Negativ-Symptomatik (Affektverflachung, Antriebsstörungen, sozialer Rückzug, Verarmung der Sprache) stellt ein ernstes und bislang noch nicht gelöstes Problem in der Behandlung schizophrener Psychosen dar. Die Behandlungsleitlinien (z.B. American Psychiatric Association) konstatieren, dass es bislang keine nachgewiesenermaßen wirksamen Behandlungen für die primäre Negativ-Symptomatik gibt. Diese Feststellung bezieht sich dabei sowohl auf pharmakologische als auch auf psychotherapeutische Interventionen. Es ist aber gerade die Negativ-Symptomatik, welche häufig institutionelle Langzeitbehandlungen erforderlich macht und damit auch enorme Kosten für das Gesundheitssystem nach sich zieht. Vor diesem Hintergrund wird ersichtlich, welche Bedeutung die Erforschung von Behandlungen hat, die potenziell zu einer Reduktion der Negativ-Symptomatik führen. Die Reduktion von Negativ-Symptomatik kann dazu beitragen, Patienten und ihre Angehörigen zumindest von einem Teil der Last zu befreien, welche schizophrene Psychosen mit sich bringen. Auch eine bessere soziale Integration der Patienten und eine finanzielle Entlastung des Gesundheitssystems könnten die Folge sein. In der Literatur werden z.T. beträchtliche Effektgrößen für die kognitive Verhaltenstherapie (KVT) bei der Reduktion von Negativ-Symptomatik berichtet. Diese Berichte beziehen sich allerdings nur auf drei Studien zur KVT, welche die Negativ-Symptomatik als Nebenzielkriterium untersuchten. Zusammenfassend muss festgestellt werden, dass die aktuelle Befundlage charakterisiert wird durch einen Mangel an wirksamen Behandlungsstrategien für die Negativ-Symptomatik. Diese Situation stellt die Begründung für die Durchführung der hier dargestellten klinischen Studie dar.
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| Alderamin hat folgendes geschrieben:
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Bei Kaffee dürfte das unwahrscheinlich sein, weil für Koffein ein Gewöhnungseffekt schon nach wenigen Wochen auftritt.
Schizophrenie und Nikotin ist ein ganz eigenes Thema.
Schizophrene rauchen weitaus häufiger und, wenn sie es tun, in der Regel auch stärker als die Gesamtbevölkerung, was den Plasmaspiegel der Neuroleptika reduziert: http://apt.rcpsych.org/content/6/5/327.full
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| Alderamin hat folgendes geschrieben:
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In der Literatur werden z.T. beträchtliche Effektgrößen für die kognitive Verhaltenstherapie (KVT) bei der Reduktion von Negativ-Symptomatik berichtet. Diese Berichte beziehen sich allerdings nur auf drei Studien zur KVT, welche die Negativ-Symptomatik als Nebenzielkriterium untersuchten
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Ja, das ist soweit richtig. Habe ich mir auch gerade nochmal in einem Buch angeschaut.
| Alderamin hat folgendes geschrieben:
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Für eine effektive Behandlung müsste man die Krankheitsursachen detailliert verstanden haben und differenzieren können, um dann sehr gezielt zu intervenieren, damit einerseits die Symptome verschwinden und andererseits keine "Kollateralschäden" entstehen.
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| Nash hat folgendes geschrieben:
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Counselor hast du Psychologie studiert?
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Nein. Aber ich beschäftige mich seit Jahren mit meiner Diagnose "Schizophrenie, nicht näher bezeichnet, F20.9". Zur KVT kann ich das Buch
| Alderamin hat folgendes geschrieben:
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Im Vergleich zu anderen medizinischen Disziplinen krankt die Psychiatrie wohl an einem gewissen Wissenschaftlichkeitsdefizit, weil es für psychische Erkrankungen weder objektivierbare, visuell erfassbare Veränderungen des Körpers noch eindeutige, biochemische Marker oder dergleichen gibt, so dass man sich allein auf statistische Zusammenhänge stützen muss, die erst bei einer großen Zahl von Patienten einen bestimmten P-Wert unterschreiten, also Signifikanz erreichen.
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Die Psychiatrie ist eine dialektische Wissenschaft. Man kann in der Psychiatrie kein objektives Wissen erlangen, wie dies in der körperlichen Medizin zum Teil möglich ist:
| Trajan hat folgendes geschrieben:
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Gut, dass du Clozapin ansprichst, denn da hab ich mich letztens schon gefragt, was du dir davon erhofft hast, denn gegen Negativsymptomatik wirkt es ja nicht, oder?
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| Trajan hat folgendes geschrieben:
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So, ich habe jetzt endlich die Werte, die messen lassen wollte, und dabei rausgekommen ist, dass der Testosteronwert bei 2.86 liegt und damit fast nicht mehr im Normbereich ist.
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| Olon hat folgendes geschrieben:
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Hast du Pregnenolon schon probiert?
Im übrigen gibt es auch Psychiater, die sich über neuen "Input" freuen. Ich würde eine Mappe über Minocyclin anfertigen mit Studien, etc. Ich denke schon, dass sich einer finden wird, der das dankbar annimmt.
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Pregnenolon stand eigentlich auch auf meiner Liste, aber nachdem Trajans Erfahrungen damit ja eher ernüchternd waren, hatte ich es wieder ad acta gelegt. Bei mir in der Umgebung ist die Psychiaterdichte leider äußerst dürftig, weshalb ich mir eher wenig Hoffnungen auf Minocyclin vom Psychiater mache.
| easystef hat folgendes geschrieben:
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Was ich mal Fragen will , hat jemand Erfahrungen mit Absetzen von Amilsuprid und ist dann der Antrieb wiedergekommen?
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| Trajan hat folgendes geschrieben:
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Wieso glutenfrei?
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Um eine Exorphin/Opioid-Komponente bei mir auszuloten:
| Trajan hat folgendes geschrieben:
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Leidest du an einer Unverträglichkeit?
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| Alderamin hat folgendes geschrieben:
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Warst du das nicht auch, der von Mirtazapin Rauschzustände hatte? Hast du das Quercetin schon getestet?
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| Alderamin hat folgendes geschrieben:
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Ich habe mich dann für Bupropion entschieden, das ich zu meiner Verwunderung auch ohne Bedenken bekam, und heute die erste Dosis von 150mg genommen. Seit 2h nach der Einnahme merke ich eine deutliche, histaminerge (ungewöhnliche Müdigkeit und ständiges Gähnen - kein Wunder, weil ich auf Antihistaminika immer ziemlich stark reagiere) und eine minimale, noradrenerge Wirkung (leichte Nervosität), sonst aber noch nichts.
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| Olon hat folgendes geschrieben:
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Im mindandmuscle-Forum (DIE Stimulanzien-Experten) hat auch mal einer gemeint, dass die dopaminerge Wirkung von Bupropion beim Menschen überschätzt wird, wenn man von Tierexperimenten ausgeht.
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Gemeint war wahrscheinlich dieser Artikel:
| Olon hat folgendes geschrieben:
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Der glaubt mir übrigens nicht so recht, dass Quercetin ein Ersatz für Minocyclin sein könnte. Die Leute von der großen Minocyclin-Studie in London schon.
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Ich sage ja gar nichts dagegen, dass beide die 5-LOX hemmen, nur dass diese Gemeinsamkeit beim Anblick der Strukturformeln nicht unbedingt naheliegend ist.
| Olon hat folgendes geschrieben:
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Mein Hauptproblem ist Durcheinander im Kopf und Reizüberflutung. Ich kann mich weder innen noch außen auf eine Sache fokusieren. Dass Quercetin jetzt ein paar Wochen funktioniert heißt allerdings noch nicht viel. Ich hatte immer wieder für eine Zeit lang Erfolg. Wenn es in einem Jahr noch anhält, kann ich sagen, das Zeug ist gut.
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Bei mir ist normalerweise das Gegenteil der Fall. Ich bin sonst immer völlig "leer" und nichts kann mich irgendwie auch nur im Geringsten stimulieren. Psychotherapien, Sport und Splatterfilme prallen völlig an mir ab. Selbst bei zugelassenen Psychopharmaka hatte ich meistens unschöne, somatische Nebenwirkungen, aber nur ein einziges Mal einen psychotropen Effekt, der über Müdigkeit hinausging.
| Alderamin hat folgendes geschrieben:
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Ich sage ja gar nichts dagegen, dass beide die 5-LOX hemmen, nur dass diese Gemeinsamkeit beim Anblick der Strukturformeln nicht unbedingt naheliegend ist.
Welche Tagesdosis Quercetin nimmst du denn im Moment und wie wirkt es bei dir?
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| Olon hat folgendes geschrieben:
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| Alderamin hat folgendes geschrieben:
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Ich sage ja gar nichts dagegen, dass beide die 5-LOX hemmen, nur dass diese Gemeinsamkeit beim Anblick der Strukturformeln nicht unbedingt naheliegend ist.
Welche Tagesdosis Quercetin nimmst du denn im Moment und wie wirkt es bei dir?
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Mein Schwager (Chemiker bei Bayer) hat auch gemeint, so ein bißchen Ähnlichkeit in einem Teil des Moleküls sagt gar nichts.
Interessant ist, dass der auf schizophrenia.com von verbesserten musikalischen Fähigkeiten (Noten lesen) berichtet, du von Melodien im Kopf. Bei Quercetin habe ich nichts derartiges beobachtet.
Die Wirkung gegen das Durcheinander im Kopf ist nach wie vor sehr zuverlässig, aber die vorübergehende Wirkung gegen die affektive Verflachung ist wieder weitgehend weg. Ich war allerdings affektiv nie im grünen Bereich, so dass das gar nicht meine Priorität ist. Ich erwarte mir auf diesem Gebiet nicht viel und schaue lieber auf andere Wirkungen.
Vom Quercetin nehme ich 750 mg täglich. Minocyclin würde ich schon einmal gerne ausprobieren, aber eher im Winter.
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| futurezone hat folgendes geschrieben:
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ich hoffe dass du keine kinder mehr willst, weil dieses quercetin kann das erbgut schädigen steht auf wikipedia
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| Zitat:
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NRGN encodes a postsynaptic protein kinase substrate that binds calmodulin (CaM) in the absence of calcium; it is abundantly expressed in brain regions important for cognitive functions, and is especially enriched in CA1 pyramidal neurons in the hippocampus18. The main function of NRGN may be to act as a CaM reservoir, regulating its availability in the postsynaptic compartment. Glutamate stimulation of N-methyl-d-aspartate (NMDA) receptors results in Ca2+ influx to the neuron, NRGN oxidation and release of CaM19. The consequent activation of postsynaptic calcium/calmodulin-dependent protein kinase II (CaMKII) by CaM results in a sustained strengthening of synaptic connections; conversely, CaM activation of calcineurin (PP2B) weakens these connections. CaMKII has a major role in mediating the NMDA-receptor signalling involved in synaptic plasticity and formation of associative memories in the brain20. Impaired memory function is thought to be a core feature of the pathophysiology of schizophrenia21, especially affecting short term memory where CAMKII is thought to have a major role22. Glutamate stimulation of NMDA receptors results in Ca2+ influx to the neuron and in NRGN oxidation. Altered NRGN activity may therefore mediate the effects of NMDA hypofunction implicated in the pathophysiology of schizophrenia.
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| Olon hat folgendes geschrieben:
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Etwas weiter oben im Thread war mal vom Schizophrenie-Risiko bei erhöhter COMT-Aktivität die Rede, hier ist ein möglicher Link:
http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/20520724
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Bin gerade noch am Lesen, aber schon im ersten Satz des Abstract ist von Krebs die Rede.
| Trajan hat folgendes geschrieben:
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Es scheint sich in etwa zu bewahrheiten, was ich zu Anfang dieses Threads geshrieben habe: "Eine kausale Therapie der primären Negativsymptomatik existiert nicht. Sie lässt sich nicht heilen - wäre mir jedenfalls neu. Wer an einem Residualzustand leidet, der ist wohl auf dauerhafte Pharmakotherapie angewiesen, um die Symptome zu unterdrücken."
Allerdings finde ich das jetzt nicht sonderlich schlimm. Unschön ist nur das Verhältnis zwischen Wirkung und Nebenwirkung der zwei potentesten Mittel gegen Schizophrenie.
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Dass es kein (bekanntes) Pharmakon gibt, was man für eine begrenzte Zeit einnimmt und zu einer dauerhaften Remission führt, ist zwar ärgerlich, aber keine Katastrophe.
| Trajan hat folgendes geschrieben:
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Wofür steht die Abkürzung RT?
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R(C)T = randomized (controlled) trial
| Olon hat folgendes geschrieben:
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Du könntest ein wenig mitrecherchieren, falls du Zeit/Lust hast.
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Tut mir leid, dass ich nicht so viel beitragen kann, die letzten zwei Wochen hatte ich überwiegend im Bett verbracht.
| Alderamin hat folgendes geschrieben:
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Was ich bislang nicht verstehe, ist der uneinheitliche Einfluss von Minocyclin und Quercetin auf den Signalweg. Minocyclin soll z.B. bei Eierstockkrebs zytostatisch wirken und Quercetin bei Leukämie sogar pro-apoptotisch:
http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/22252097
http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/22555976
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Mögliche Erklärungen bei Quercetin:
| Alderamin hat folgendes geschrieben:
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Welche hältst du denn für die relevante(n) Auswirkung(en) von PI3K und Akt selber?
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| Alderamin hat folgendes geschrieben:
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Was ich bislang nicht verstehe, ist der uneinheitliche Einfluss von Minocyclin und Quercetin auf den Signalweg.
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| Olon hat folgendes geschrieben:
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Einerseits der Einbau von GluR1-Untereinheiten des AMPA-Rezeptors. PIP3, das von PI3K gebildet wird, beeinflusst Ionenkanäle. Die Desensitivierung von Natrium-Kanälen kompensiert wahrscheinlich nur die verstärkte Zell-Erregbarkeit durch erhöhte AMPA-Rezeptor-Aktivität. Die Wirkung von PI3K auf Kaliumkanäle wurde im Herz gezeitg, das könnte auch im Zusammenhang mit Schizophrenie wichtig sein.
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Könnte die Supplementierung von myo-Inositol da vielleicht etwas bringen? Das scheint ja immerhin so eine Art Johanniskraut für Angst- und Zwangsstörungen zu sein.
| Olon hat folgendes geschrieben:
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Andererseits zeigt die Genetik, dass downstream von Akt auch noch was wichtiges sein müsste. Die meisten konzentrieren sich auf GSK-3, aber Lithium ist doch nicht der Brüller in der Schizophrenie-Behandlung. Könnten MTOR und FOXO eine Rolle spielen?
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| Trajan hat folgendes geschrieben:
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Es gibt neben isoliertem Theanin ja auch Extrakte von grünem Tee.
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Ich merke gerade, dass ich es wohl unbeabsichtigt schon ausprobiert habe, weil ich im März als Theaninquelle genau diese Extrakte genommen hatte.
| Mehmet09 hat folgendes geschrieben:
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In einem Beitrag in http://www.psychforums.com/ wurde berichtete ein Nutzer gar, dass es bei Ihm/Ihr eine erneute aktue Psychose auslöste. Leider habe ich den Beitrag nicht auf Anhieb wiederfinden können, um hier zu verlinken.
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Hier:
| Olon hat folgendes geschrieben:
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Aber Epigallocatechin (enthalten u.a. in grünem Tee) würde ich probieren, wenn es als Nahrungsergänzung erhältlich wäre:)
http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/20025854
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| Alderamin hat folgendes geschrieben:
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Minocyclin ist bei mittel- und langfristiger Einnahme übrigens alles andere als ungefährlich.
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| Olon hat folgendes geschrieben:
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Theoretisch müsste man also mit einer Lebensverkürzung durch Minocyclin rechnen.
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Das scheint bei vielen psychoaktiven Substanzen so zu sein.
| Olon hat folgendes geschrieben:
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Medikamente, die intrazelluläres Signalling beeinflussen, sind einfach dirty drugs. Ich finde es interessant, dass die intrazellulären Prozesse immer besser entschlüsselt werden, aber ich glaube nicht an einen neuen Megatrend in der Pharmaentwicklung.
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| Mehmet09 hat folgendes geschrieben:
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1x 400 umg Vitamin B12 Methylcobalamin
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| Alderamin hat folgendes geschrieben:
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Wenn es einen Trend geben sollte, dann hoffentlich in Richtung vermehrter Genotypisierungen vor der jeweiligen Behandlung, damit vielleicht in ferner Zukunft nicht mehr jeder mit einer bestimmten Diagnose (!= Krankheit) undifferenziert mit den selben paar "Blockbustern" zugedröhnt wird, sondern abhängig von seinem spezifischen Krankheitsprofil individuell diejenigen Nischenwirkstoffe bekommt, die ihm bei guter Verträglichkeit auch wirklich helfen.
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| Alderamin hat folgendes geschrieben:
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Wenn es einen Trend geben sollte, dann hoffentlich in Richtung vermehrter Genotypisierungen vor der jeweiligen Behandlung, damit vielleicht in ferner Zukunft nicht mehr jeder mit einer bestimmten Diagnose (!= Krankheit) undifferenziert mit den selben paar "Blockbustern" zugedröhnt wird, sondern abhängig von seinem spezifischen Krankheitsprofil individuell diejenigen Nischenwirkstoffe bekommt, die ihm bei guter Verträglichkeit auch wirklich helfen.
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| easystef hat folgendes geschrieben:
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dass heisst mein Ziel ist es mich wieder mehr zu bewegen ein gesteigerten Antrieb zu bekommen , hat jemand es schon mit Minocyclin probiert? wenn ja wie sind seine Erfahrungswerte.....
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| Olon hat folgendes geschrieben:
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Vielleicht ein Vorurteil, aber bei Facebook denke ich an hypersoziale Leute, die leeres Gewäsch austauschen.
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Leeres Gewäsch stimmt, aber eher Leute mit 200+ "Freunden", von denen ihnen vielleicht 20 jemals real über den Weg gelaufen und optimistisch geschätzt ein halbes Dutzend Freunde im eigentlichen Sinne des Wortes sind.
| Olon hat folgendes geschrieben:
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Es hat zusätzlich eine Stimulanzien-Wirkung, aber die verschwindet bei Tianeptin (auch ein PKA-Aktivator) nach ein paar Tagen, wird wohl bei Nobiletin ähnlich sein.
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Hattest du Tianeptin mal selber ausprobiert? Wirkt das gegen Negativsymptome?
| Alderamin hat folgendes geschrieben:
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Hattest du Tianeptin mal selber ausprobiert? Wirkt das gegen Negativsymptome?
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| easystef hat folgendes geschrieben:
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es ist ein antibiotikum was soll schon gross passieren wenn ich regelmässig meine bluttwerte checken werde
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| Zapatero hat folgendes geschrieben:
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Vielleicht setze ich irgendwann auch die Kolumne über die Wirtschaft fort, was zuletzt von Geithner, aber auch von diesen Pleitegeiern wie Juncker etc. gefordert wird, ist einfach grenzenloser Schwachsinn. Ich glaube, ich muss Schluss machen, GBS mag es nicht, wenn ich unautorisiert schreibe. Er ist schlimmer, als das, was Ronja mit ihrem „Sexismus“ anprangert. Aber ich lerne auf vielen Gebieten von ihm und warte auf den Augenblick, wo ihn das erste Mal sein Wissenspool im Stich lässt.
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Nur kurz am Rande, weil ich das Thema nicht kapern möchte: Jean-Claude Juncker im Jahr 1999 (!) über seine persönliche Auffassung von "Demokratie"...
| Olon hat folgendes geschrieben:
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Kurz gesucht:
http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/22618309
Phosphorylierung von postsynaptic-density-Proteinen, da stimmt mein Weltbild wieder.
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| Olon hat folgendes geschrieben:
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Das Interessante ist, was passiert ist gar nicht besonders extrem, aber die Einschätzung schwankt zwischen "scheiß Mistzeug" und "genialstes Medikament auf Erden". Obwohl ich das Phänomen von dir kenne, ist in solchen Augenblicken eine distanzierte Betrachtung nicht mehr möglich.
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| Alderamin hat folgendes geschrieben:
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Fazit: Die Wirkung gegen die affektive Verflachung tritt sehr abrupt ein und fällt ebenso spektakulär aus. Ich tue mir noch im Moment noch etwas schwer, damit umzugehen, und habe den Eindruck, dass sie meine Urteilfähigkeit etwas beeinträchtigt. In den Stunden, wo meine Stimmung gut ist, bin ich versucht, Minocyclin als Wundermittel anzupreisen, in anderen würde ich am liebsten alles hinschmeißen.
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Diese Affektlabilität (scheinbar auch typisch für mGluR2,3-Agonisten!) ist bei mir aber gegen Ende der ersten / Anfang der zweiten Einnahmewoche verschwunden. Ab dann hat zuverlässig stimmungsaufhellend gewirkt und das deutlich stärker als Fluoxetin (einziges AD, das bei mir zumindest affektiv geringfügig gewirkt hat).
| Trajan hat folgendes geschrieben:
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Ich muss es mir unbedingt auch zulegen. Ich sehe allerdings das Problem, dass einem, wenn man einmal vom süßen Nektar der Symptomfreiheit gekostet hat und Minocyclin dann absetzt (und das muss ja quasi irgendwann geschehen), ein Leben ohne es irgendwie ziemlich mangelhaft und überhaupt nicht mehr lebenswert vorkommen könnte. Minocyclin als dauerhafte Lösung geht ja leider nicht.
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| Trajan hat folgendes geschrieben:
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@Olon: Ist so eine durch Minocyclin ausgelöste Autoimmunerkrankung eigentlich reversibel?
Wie schätzt du eigentlich genau die Rolle des AMPA-Rezeptors bei Schizophrenie ein?
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| Olon hat folgendes geschrieben:
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Ein Artikel (noch nicht gelesen), der Einiges bei mir zurechtrückt:
http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/23035098
Während dieser Artikel suggeriert, NRG1-Erbb4-PI3Kdelta sei ein Mechanismus, der zu PI3K-Unterfunktion führt,
http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/22689948,
deutet der andere auf eine PI3K-Überfunktion mit verminderter Erregbarkeit durch verminderte Funktion von Natriumkanälen hin, allerdings nur in GABAergen Interneuronen, was natürlich insgesamt die Erregbarkeit erhöht.
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Nur zu meinem Verständnis: Das hieße dann NRG1-Aktivierung -> ErbB4 -> Phosphorylierung und Hypofunktion von Na_V-Kanälen -> erhöhtes Schwellenpotenzial / Depolarisationshemmung inhibitorischer Interneurone -> Disinhibition von Pyramidenzellen??
| MindsEye hat folgendes geschrieben:
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Ich habe also sechs Wochen 300mg Tolcapon pro Tag eingenommen und eine Neuropsychologische Testung vor und nach dieser Zeit gemacht und konnte meine Leistungen in allen kognitiven Bereichen steigern.
Schwirig ist bisher noch zu sagen, ob ich in dieser Zeit nicht doch eine spontane Genesung durchgemacht habe, da die Studie doppelblind mit Placebos durchgeführt wurde.
Die Studie ist noch nicht zum Abschluss gekommen, weil noch Probanden fehlten, aber nach Abschluss werde ich hier nochmal Meldung machen und von den Ergebnissen berichten.
Bisher bin ich von der Wirksamkeit des ganzen überzeugt. Zu beginn der Einnahme habe ich noch ziemlich starke kognitive Einschränkungen an mir bemerkt, nach den sechs Wochen so gut wie garnicht mehr. Wenns also nicht Wirksam ist, dann lebe der Placeboeffekt!
MindsEye ende
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Ich hatte drei Wochen lang 5mg L-Deprenyl, einen selektiven MAO-B-Hemmer, und hätte ihn im guten wie im schlechten wohl nicht von einem Placebo unterscheiden können, obwohl ich eigentlich sehr anfällig für Nebenwirkungen bin. Sollte Tolcapon wirken, wäre ich ziemlich überrascht, wenn es tatsächlich am Dopamin läge.
| Alderamin hat folgendes geschrieben:
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Nur zu meinem Verständnis: Das hieße dann NRG1-Aktivierung -> ErbB4 -> Phosphorylierung und Hypofunktion von Na_V-Kanälen -> erhöhtes Schwellenpotenzial / Depolarisationshemmung inhibitorischer Interneurone -> Disinhibition von Pyramidenzellen??
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| Trajan hat folgendes geschrieben:
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@Olon: Was für Uralt-Substanzen meinst du? Erzeugnisse der Pharmafirmen oder Nahrungsergänzungsmittel?
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Wahrscheinlich meint er Lithium und Methylenblau, das übrigens auch eine spotbillige Alternative zu den verwandten Phenothiazin-Neuroleptika wäre.
| Alderamin hat folgendes geschrieben:
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Was den Antrieb angeht, merke ich bislang noch nichts.
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Heute hatte ich im Laufe des Tages einmal kurz nach Mittag und einmal zum frühen Abend hin ein kleines Motivations-"Strohfeuer", das für die üblichen Schwankungen in der Tagesform etwas zu auffällig wirkte. Bin gespannt, wie es morgen läuft und ob da nochwas kommt.
| Olon hat folgendes geschrieben:
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Die vier Tabletten Nobiletin täglich, die ich für das Minimum halte, machen auch etwa 1,50, die Frage ist, ob es additiv oder synergistisch zu Myo-Inositol wirkt. Wenn es synergistisch wirkt, müsste man ordentlich Geld sparen können.
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Wahrscheinlich werde ich erst einmal Sytrinol isoliert ausprobieren und dann die Kombination von beiden.
| apfelriegel hat folgendes geschrieben:
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Nach euren Erfahrungsberichten zu Myo-Inositol habe ich dies ebenfalls bestellt. Seit 4 Tagen nehmen ich und meine schwer depressive Partnerin nun Myo-Inositol. Und ich kann euch danke sagen. Wir hatten heute einen wunderschönen Tag ohne große Angst und Panik. Für mich ist nun aber erstmal gut. Mittlerweile fühle ich mich wahrscheinlich sogar besser als der Durchschnitt der Menschen. Ich habe meine Therapieform für die kommende Zeit gefunden. 0,25 mg Risperidon, 30-50mg Pregnenolon und ca. 1-2 g Myo-Inositol am Tag. Dieser Thread hat mir sehr viel gebracht. Merci.
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Schön, dass es euch besser geht, aber bist du dir sicher, dass der Effekt vom Inositol kommt? Die einschlägigen Studien testen alle Tagesdosen von 12g oder 18g, wogegen 2g ja verschwindend wenig sind.
| Trajan hat folgendes geschrieben:
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Ich muss jetzt einfach noch einmal auf Ondansetron zurückkommen.
Mein letzter Post wurde ja mehr oder weniger ignoriert.
Wichtig ist mir vorallem folgendes: Kann mir mein Psychiater dieses Medikament verschreiben oder ist es mangels entsprechender Indikation nicht möglich? Gibt es eventuell Beschränkungen beim Verordnen von Medikamenten?
Ich frage deshalb, weil ich nach Alderamins Reaktionen zweifele, dass es überhaupt zu beschaffen ist.
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Es ist wohl so, dass er es dir prinzipiell verschreiben könnte, es aber höchstwahrscheinlich nicht tun wird, weil die Kassenkasse die Kosten dafür nicht trägt, sofern du nichts diagnostiziert bekommst, wofür es offiziell zugelassen ist.
| MindsEye hat folgendes geschrieben:
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Auch wieder wahr. Könnte halt auch der Grund bei mir gewesen sein.
Aber was anderes. Hat mir nen Komolitone gepostet:
http://www.sciencedirect.com/science/article/pii/S030645221100786X
Steroide also....
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Pregnenolon war hier auch schon ein Thema. Trajan hatte es sogar ausprobiert, aber mit ernüchterndem Ergebnis, soweit ich weiß.
| Olon hat folgendes geschrieben:
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Cannabidiol pfuscht auch im intrazellulären Calcium-Haushalt rum.
http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/19228959
Ist natürlich nicht gesagt, dass das seine Hauptwirkung ist, wäre meiner Ansicht nach aber naheliegend.
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| Alderamin hat folgendes geschrieben:
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Könnte vielleicht TRPV2 dahinter stecken? http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/18550765
PIP2 hat auch eine modulatorische Wirkung darauf: http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/20926660
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| Olon hat folgendes geschrieben:
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Wenn CB1 auf TRPV1 wirkt,
http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/23142606
dann dürfte eine Wirkung von Quercetin
http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/22829723
auf den Na+/Ca2+ Exchanger auch nicht ausgeschlossen sein.
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Die Sache mit dem CB1-Antagonismus von Quercetin wollte flex45 ja sogar schon als Rimonabant-Ersatz zum Abnehmen ausnutzen:
| Begoslav hat folgendes geschrieben:
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Ich wollt´ mal Yoga einwerfen:
http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/23226845
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Das mit dem Yoga ist interessant, weil es immerhin eine aktive Kontrollgruppe gab, von deren Ersatzbeschäftigung auch hin und wieder eine Wirkung auf Negativsymptome behauptet wird, die aber im Gegensatz zum Yoga keine nennenswerte Besserung bewirkt hat. Bestätigt meine Vermutung über Sport.
| Olon hat folgendes geschrieben:
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IST die Negativsymptomatik vielleicht nichts Anderes als das Versagen der Backpropagation-Hemmung?
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Ganz unabhängig von dem genauen physiologischen Hintergrund fände ich zumindest die Vorstellung naheliegend, dass die Negativsymptomatik auf einem sehr grundlegenden, scheinbar banalen Defekt beruht.
| Alderamin hat folgendes geschrieben:
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Dann müsste also bei Clozapin im Gegensatz zu Minocyclin trotz kurzer Halbwertzeit eine gewisse Wirklatenz bestehen, weil es selber diverse Muscarin-Rezeptoren blockiert und nur N-Desmethylclozapin M1-Agonist ist, oder?
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| Olon hat folgendes geschrieben:
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Ist belegt, dass es "iatrogene Negativsymptome" gibt?
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| Zitat:
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Ich kenne nur zwei Artikel, wonach Risperidon, das ja keine nennenswerte Affinität zu irgendeinem Muscarin-Rezeptor hat, welche bei gesunden Probanden auslösen soll:
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| MindsEye hat folgendes geschrieben:
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Und da versuchen mir alle Psychiater auszureden, dass Risperidon mitverantwortlich ist für meine Negativsymptome. Ist doch klar, dass man irgendwann keinem mehr traut. Klar muss man der Abbrecherquote entgegensteuern, aber mit missinformation nimmt man dem aufgeklären Psychotiker einfach das Vertrauen.
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| Alderamin hat folgendes geschrieben:
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Atypische Neuroleptika außer Clozapin halte ich für eine gigantische Lüge
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| Alderamin hat folgendes geschrieben:
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mittlerweile bin ich sogar überzeugt, dass SSRI- und SNRI-Antidepressiva Effektstärken unterhalb der Aufmerksamkeitsschwelle (d < 0,2) haben oder gleich Placebos sind (soweit, wie man das trotz des "convenience sampling" überhaupt etwas darüber sagen kann), wo die Illusion der Wirksamkeit nur durch die nebenwirkungsbedingte Teilentblindung und den Publikationsbias erzeugt wird.
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| flex45 hat folgendes geschrieben:
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ich hab ne frage:
welche rolle spielt der dopamin d3 rezeptor in der negativ syptomatik eurer meinung nach?
zumindest wird ihm in sachen kognition & affekt eine gewisse rolle zugeschrieben.
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| flex45 hat folgendes geschrieben:
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Und gibt es eigentlich D3 Autorezeptoren ?
dann wäre ja Amisulprid auch bis 100mg ein direkter D3 antagonist
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| flex45 hat folgendes geschrieben:
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zumal ja die gabe eines nmda atagonisten gerade die D 2/3 rezeptoren raufreguliert.
und wie ich den fachblättern entnehmen konnte er zu wenig in der vergangenheit beachtet wurde. deswegen wurde auch Cariprazine (RGH-188) ein NL der 3. generation entwickelt welches 2014 auf dem markt kommt.
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| Olon hat folgendes geschrieben:
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Metabotrope Glutamat-Rezeptoren der Gruppe 1 aktivieren PLC, leider bewirkt das über PKC schnell eine Desensitivierung. Ich denke, dass bei Clozapin eine mGluR1-Komponente durch vermehrtes extrasynaptisches Glutamat und eine mGluR5-Komponente durch vermehrtes synaptisches Glutamat dabei ist, aber in Synergie mit M1-Rezeptoren, die ebenfalls PLC aktivieren. Bei einem reinen mGluR5-PAM stellt sich die Frage, ob er sich von den Phosphorylierungen durch PKC beeindrucken läßt.
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| Alderamin hat folgendes geschrieben:
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Es scheint auch bei mGluR5-K.O.-Mäusen noch zu wirken: http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/18593507
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